Resolution der Deutsch-Ukrainischen Historischen Kommission zur Einordnung des Holodomors als Völkermord durch den Bundestag.
Die Deutsch-Ukrainische Historikerkommission (DUHK) begrüßt die Resolution des Deutschen Bundestages über den Holodomor, die der Millionen ukrainischer Hungeropfer der Stalin'schen Politik der Jahre 1931-33 in würdiger Form gedenkt. Sie unterstützt insbesondere das Anliegen des Deutschen Bundestages, das Wissen über die Ursachen, das Ausmaß und die Folgen der Hungerkatastrophe zu verbreiten, ungeachtet vorhandener Unterschiede in der Einschätzung des Holodomor. Die Deutsch-Ukrainische Historikerkommission hat auf Veranstaltungen in den zurückliegenden Jahren sowie in Publikationen ihrer Mitglieder immer wieder den Holodomor thematisiert, zum Beispiel 2020 in einem Zoom-Webinar am 24. September („Was the Holodomor a Genocide?“, siehe das Transcript) oder 2021 auf der Jahreskonferenz der DUHK am 17.-18. September (The Holodomor in Academic and Public Debates. Ukrainian and European Perspectives). Im Gedenken an die Opfer des Holodomor sehen wir uns verpflichtet, auch heute gegen Versuche der Zerstörung der Ukraine einzutreten.