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Workshop

Nachwuchsworkshop der Deutsch-Ukrainischen Historischen Kommission 2025

Teilnehmende

Anna Chyrva (Universität Regensburg)

Masterstudentin der European Studies, studentische Mitarbeiterin.

Forschungsschwerpunkte: intellektuelle Geschichte, Nationenbildung, Osteuropastudien.

Vortrag: „Mychajlo Zubryzkyj als Forscher des ukrainischen gesellschaftlichen Lebens.“

 

Kacper Radny (Universität Gießen)

Doktorand der Kunstgeschichte.

Forschungsschwerpunkte: visuelle Kultur, Erinnerung, Nationalismus.

Vortrag: „Visuelle Politik der Ukraine im 19. Jahrhundert.“

 

Dr Cornelia Baciu (Universität Kopenhagen / Universität Kiel)

Forscherin, Gastprofessorin.

Forschungsschwerpunkte: internationale Sicherheit, Transitional Justice.

Vortrag: „Internationale Verantwortlichkeitspraktiken nach der russischen Invasion.“

 

Koen Bruning (University of Leipzig)

Student der Slawistik und Romanistik.

Forschungsschwerpunkte: Sprachpolitik, Minderheitenrechte.

Vortrag: „Sprachpolitik gegenüber Minderheiten in der Ukraine im Krieg.“

 

Alexandra Pulvermacher (Universität Klagenfurt)

Historikerin, PhD.

Forschungsschwerpunkte: Zweiter Weltkrieg, Kriegsgefangene.

Vortrag: „Das Schicksal sowjetischer Kriegsgefangener nach 1945.“

 

Milana Sribniak (Institut für Weltgeschichte, Nationale Akademie der Wissenschaften der Ukraine)

Doktorandin der Geschichte.

Forschungsschwerpunkte: Erster Weltkrieg, Kriegsgefangene.

Vortrag: „Repatriierung ukrainischer Kriegsgefangener (1918–1920).“

 

Manuel Lautenbacher (Universität Mainz)

Doktorand der osteuropäischen Geschichte, Dozent.

Forschungsschwerpunkte: Zwischenkriegszeit, Sozialdemokratie.

Vortrag: „Nationalisierung und Transformation in Großrumänien.“

„The End of Wars. Ukraine in Historical and International Contexts“

Am 25.–26. September 2025 veranstaltete die Deutsch-Ukrainische Historische Kommission einen internationalen Nachwuchsworkshop an der Jurij-Fedkowytsch- Universität Czernowitz (Ukraine). Die Veranstaltung widmete sich dem Thema „The End of Wars. Ukraine in Historical and International Contexts“ und verband historische sowie gegenwartsbezogene Perspektiven auf Kriegsenden und Friedensprozesse.

Der Workshop wurde von Prof. Guido Hausmann, Prof. Gelinada Grinchenko, Dr. Ihor Shchupak und Prof. Olexander Lysenko organisiert und wissenschaftlich geleitet. Er brachte Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus verschiedenen Ländern zusammen, um interdisziplinäre Ansätze zur Erforschung von Krieg, Frieden und Erinnerung zu diskutieren.

Das wissenschaftliche Programm wurde maßgeblich durch zwei Keynote-Vorträge geprägt. Prof. Oksana Dovhopolova eröffnete den Workshop mit ihrem Vortrag „The Work of Memory as Part of Transitional Justice: The Case of Ukraine“, in dem sie die Rolle von Erinnerungskulturen im Kontext von Transitional Justice analysierte. Prof. Guido Hausmann ergänzte diese Perspektive mit seiner Keynote „Strategies of Political Communication at Brest-Litovsk 1918“, die historische Friedensverhandlungen als kommunikative Prozesse interpretierte und deren Relevanz für gegenwärtige Konflikte herausarbeitete.

Im Zentrum der Diskussionen standen Fragen danach, wie Kriege enden und welche politischen, gesellschaftlichen und erinnerungskulturellen Dynamiken dabei eine Rolle spielen. Beiträge zur Darstellung der Ukraine in biographischen und kulturellen Narrativen zeigten, wie historische Akteure und kulturelle Praktiken zur Konstruktion nationaler Identität beitragen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Fragen von Gerechtigkeit und internationaler Verantwortung im Kontext des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Diskussionen über Mechanismen der „Accountability“ verdeutlichten die Rolle vonSanktionen, Abschreckung und symbolischen Praktiken bei der Herausbildung internationaler Normen.

Historische Vergleichsperspektiven eröffneten Beiträge zu Kriegsgefangenen, Repatriierungsprozessen und postkriegsbedingten Transformationen und zeigten die langfristigen Dimensionen gegenwärtiger Konflikte.

Darüber hinaus wurden Fragen von Nation-Building, Minderheitenpolitik und gesellschaftlicher Transformation diskutiert. Analysen zur Sprachpolitik und zur Situation nationaler Minderheiten unterstrichen die Komplexität politischer und sozialer Entwicklungen in der Ukraine während des Krieges.

Da der Workshop auf dem Territorium der Ukraine stattfand, wurden umfassende Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Das Sicherheitskonzept umfasste unter anderem klar definierte Evakuierungspläne, die Nutzung von Schutzräumen sowie organisatorische Vorkehrungen zur schnellen Reaktion auf mögliche Gefährdungslagen, um einen sicheren Ablauf der Veranstaltung zu gewährleisten.

Der Workshop bot einen intensiven wissenschaftlichen Austausch und leistete einen wichtigen Beitrag zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie zur Stärkung internationaler Forschungsnetzwerke im Bereich der Ukraine- und Osteuropastudien.

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